23 Januar, 2007

Hochzeit & so

In der letzten Woche stand Philomminas (Mitarbeiterin der Handelskammer) Hochzeit an. Da die Handeslkammer jedoch zeitgleich einen Empfang (Travel & IT) im Taj Mahal Hotel veranstaltete musste eine Teil der Arbeitskollegen aus der Handelskammer arbeiten. So kam es dass wir bereits Mittwochs zum typisch indischen Jungesellenabschied der Braut eingeladen waren...

In der Mitte die Braut, die erstaunlicherweise vor Beginn des Festes etwas skeptisch guckt...



... warum wurde dann auch ziemlich schnell klar... traditioneller Weise helfen die Freundinnen und Verwandten der Braut dieser sich auf die Hochzeit und die Ehe vorzubereiten. Zur Reinigung der Haut und zur Abwendung alles "Unreinen" wird deshalb Haldi (engl. Turmeric) zu einer gelben Pampe mit Wasser verruert. Sobald die Braut dann mit ihren engsten Freundinnen vor ihrem Haus platzgenommen hat, werden alle mit Eiern, Reis, Wasser und Haldi "gereinigt"...


... bei indischer Musik kamen die Damen so richtig in Schwung, was dann auch Amit (Rechtsreferendar der Handelskammer) zu spuehren bekam.



Nach ner halben Stunde hatte der Spass dann ein Ende, der Raum wurde gesaeubert, die Damen wuschen sich die Haldipaste aus den Gesichtern und es wurde gegessen und getanzt ...



... geschmueckte Ganescha im Hauseingang ...




Am Wochenende gaben dann Conni (Dinosaurierforscherin) und Lothar (Lehrer) , nach ner Woche in Mumbai ihren Farewell. Vielen Dank nochmal fuer die Pizzen... hoffe Ihr seid gut in Berlin angekommen...



... der Sonntag stand dann im Zeichen des dritten Mumbai Marathons. Aufstehen im Dunkeln und los gings ...



... die Strecke lief teilweise ueber den Marine Drive, also direkt an unserem Haus vorbei ...


09 Januar, 2007

Der Urlaub

Auli an sich besteht aus einer kleinen Bungalowsiedlung und aus einem Militaerstuetzpunkt. Es liegt abgelegen, der Aufstieg dauert ca. 1,5 Std. Die Luft ist kalt und klar, die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Leider war der erwartete heftige Schneefall untypischerweise ausgeblieben.

... unser gemuetliches Bungalow mit Ofen, warmem Wasser in Eimern, einem TV Kanal und unregelmaessig Strom...


... das gute und guenstige Restaurant in Auli im Sonnenuntergang ...


... leider hatten wir kein Mobil Netz und das Telefon funktionierte nur sporadisch... waehrend einer 5 stuendigen Tour guckt Ole, trotz Panoramablick, etwas verzweifelt ... auch kein Netz auf dem Berggipfel ... wenn dann noch die Freundin Geburtstag hat (Herzlichen Glueckwunsch Birte) muss man halt ins Tal (4 Std Auf- und Abstieg) ...



... die Berge ...




Zum Snowboarden mussten wir ersteinmal passendes Material auftreiben (waren nicht ganz erfolgreich) und die location checken... zu dritt (mit Erick aus Australien) gings dann auf den beschwerlichen Weg (2-3 Std) auf die Spitze des Byugal (4300 Meter). Lifte fuehren dort nicht hin, so dass wir unser Material selber tragen mussten.






... am Ende hatten wir, trotz des heftigen Aufwandes jede Menge Spass im Schnee ...

Nach 6 Tagen in Auli gings dann am 5ten wieder zuerueck nach Delhi und von da aus am 7ten nach Bombay.

Der Weg in den Urlaub

Am 25ten gings dann, noch leicht muede, mit dem Zug nach Delhi, um nach 2 Tagen Aufenthalt am 28ten nach Auli weiterzufahren... Zugfahren in Indien ist sehr interessant... Die Wagons mit ihren schmalen, dreistoeckigen Betten sind relativ komfortabel, jedoch wird man tags und nachts von neugierigen Indern, der wackeligen Fahrt und der Sorge um sein Hab und Gut wachgehalten. Nach ca. 24 Std Fahrt kamen wir relativ erleichtert (auch um Ole's Schuhe...) in Delhi an und machten uns auf um die Stadt anzugucken...

... New Delhi vom Dach unseres Hotels auf am Main Bazar ...



... das Red Fort ...





... die Jama Moschee ...






... Delhi ist im Vergleich zu Mumbai eher weitlaeufige. Als Hauptstadt weist Delhi mehrere Stadtzentren auf, die durch luxerioese Bauten der ehemals britischen Regierung verbunden werden. In den Stadtzentren pulsiert buchstaeblich das Leben ...

... Kamel im Strassenverkehr ...



... Haendler mit Ziegenkoepfen auf einem Bazar ...



... das Leben auf einer Strasse an der Jama Moschee von oben ...



... Affe in Old Delhi ...




Nach 3 Tagen in Delhi gings dann am 28ten mit dem Nachtzug nach Haridwar, von wo aus wir per Auto nach Joshimat fuhren...
Die Landschaft wurde immer bergiger und schoener...

Fotos aus dem Auto ...







Nachdem bereits der Nachtzug Verspaetung hatte und wir auf die Dienste eines Fahrers angewiesen waren (der Bus hatte bereits Hridwar verlassen) wurden wir auf der 10 stuendigen Autofahrt des oefteren ueberraschend aufgehalten. Gegen Mittag blockierten Bauarbeiten die Strasse, die durch das Ganges Tal nach Joshimat fuehrte, gegen abend war es eine Strassenblockade. Eine Frau war in einem Baum beim Holzsammeln in eine 11.000 Volt Leitung geraten... woraufhin sich ein Mop bildete, der die Strasse mit brennenden Autoreifen blockierte und lautstark von den regionalen Behoerden eine Stellungnahme und Schmerzensgeld forderte...




... merkwuerdig erschien mir, dass die tote Frau im Baum haengen gelassen wurde, waehrend der Mop am Feuer sang und palaverte ...
Nach 3 kalten Std war dann endlich eine Loesung gefunden und wir konnten unsere Reise fortsetzen... gegen 24h kamen wir im Hotel in Joshimat an, wo wir eines der letzten Zimmer (leider unbeheizt) ergatterten. Am naechsten morgen gings dann mit dem Jeep auf ca. 3000 Meter nach Auli.

Das Weihnachtsfest

Beeinflusst durch die Mannigfaltigkeit Mumbais und durch den anstrengenden Weihnachtsmarkt am Anfang des Monats schwappte zum Heiligabend nur ein wenig Weihnnachtsstimmung zu uns nach Mumbai. Muede von den anstrengenden Wochen wurden letzte Reisvorbereitungen getroffen und die ueblichen Telefonate getaetigt. Das Weihnachtsdinner (prawns) fand eher unkonventionell auf dem Balkon statt...




... und wurde durch Bier und Weihnachtsplaetzchen aus Deutschland ergaenzt.



... abends waren wir dann zu einer indischen Hochzeit eingeladen ...

22 Dezember, 2006

Weihnachtsgruesse

Aus der Ferne wuensche ich Euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

18 Dezember, 2006

Kurios

... bei der Arbeit ...

... Pushba (unsere Koechin) mit dem Abendessen (Tiger Prawns) ...

... Fotosession ...


... Fisch ...


... 500 Rupies ...

13 Dezember, 2006

Volltreffer

... naechtlicher Strassenverkehr in Mahalaxmi ...


... Esther und Felix beim Gitarrespielen ...


... Uni Campus in Santa Cruz East um 4h morgens ...

11 Dezember, 2006

Weihnachtsmarkt in Mumbai

Der Weihnachtsmarkt wurde dieses Jahr zum ersten Mal in Mumbai veranstaltet. Der Veranstalter war die Deutsch-Indische Aussenhandelskammer...
Die Vorbereitung war, den indischen Gewohnheiten entsprechend relativ kurzfristig und chaotisch. Freie Flaeche, Staende, Aussteller, Unterhaltung, Gluehwein, Deutsches Bier, Wuerstchen, weihnachtliches Essen ... wollen auch ersteinmal organisiert sein.


... innerhalb von 48 Stunden wurde der Komplette Weihnachtsmarkt von unzaehligen Arbeitern errichtet. Alle Staende waren aus Holz und wurden an Ort und Stelle gefertigt...


... punktgenau war dann, erstaunlicher Weise, die gesamte Infrastruktur aufgebaut und der Weihnachtsmarkt konnte beginnen...


... der deutsche Konsul am Dr. Oetker Stand ...


... das Medieninteresse war sehr gross. Fast den gesamten Tag ueber schwirrten Kamerateams und Fotographen ueber den Markt... Falguni von der Handelskammer bei einem Interview ...


... trotz der Exklusivitaet des events war der Ansturm riesig...

... morgens ...


... und abends ...


... um 22h wurden die Tore langsam geschlossen und die Massen verschwanden ...


... der Innenhof des Turf Clubs aus der Vogelperspektive...


... der Weihnachtsmann war auch da ...


... auf nem Rennpferd ...


... am Sonntag fanden dann auch Pferderennen statt...



Der Weihnachtsmarkt war mit ca. 10.000 Gaesten gut frequentiert. Auch in der Presse stiess das Event auf positive Resonanz. ... nicht nur aufgrund der Verantwortung fuer den Stand und das Event war es schwer den Markt zu geniessen... lebten wir mit unseren deutschen Spezialitaeten und Unterhaltungsprogramm wie die Made im Speck, so war man sich doch bewusst, dass in vielleicht 1km Luftlinie in nem Slum zeitgleich Menschen verhungern...